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Beschreibung des Moduls

Schweißnaht - Plus

Mit dem Programm Schweißnaht - Plus können Schweißnahtnachweise für beliebig angeordnete Schweißnähte geführt werden. Grundlage ist der EC 3.

 

Grundlagen

Grundlagen:

 

System 2 Schweissnaht Plus

Die Ausmitte e von einseitigen Schweißnähten wird nicht automatisch vom Programm angesetzt und bei der Berechnung berücksichtigt! Einseitige Schweißnähte sollten grundsätzlich vermieden werden.


Die Werte für Iy bzw. Iz der einzelnen Naht um ihre schwache Achse werden nicht mit angesetzt!


Beim genauen Nachweisverfahren werden vereinfacht und auf der sicheren Seite liegend die Spannungen Tau_I_ und Sigma _I_ immer wie folgt aus den Anteilen aus Biegung und Querkraft berechnet (unabhängig von der Richtung vim SigmaW und TauW):

Sigma _I_ = SigmaW * cos(alpha) - TauW * sin(alpha)
Tau _I_ = SigmaW * sin(alpha) + TauW * cos(alpha)

SigmaW = Normalspannung senkrecht zur Anschlussebene (aus Biegung und Längskraft)
TauW = Schubspannung senkrecht zur Schweißnahtachse (aus Querkraft)

Da Querkräfte senkrecht zur Schweißnahtachse nur selten vorhanden sind, ist dies nur in Sonderfällen von Bedeutung!


Bei beiden Nachweisverfahren werden die Anteile Tau_I_ und Tai II aus den Querkräften Vy und Vz bei schräg angeordneten Nähten entsprechend der Wirkungsrichtung von Vy und Vz aufaddiert.

Systemeingabe

Eingabe der Geometrie:

 

Die Eingabe der Schweißnähte erfolgt über eine Tabelle, welche die Koordinaten und die Nahtdicke aufnimmt. Das Eingabeprinzip anderer Module, wie das Programm 'Dünnwandige Querschnitte' wurde hier übernommen:

System 4 Schweissnaht Plus

Im Anschluss kann jeder Naht separat die Fähigkeit zugewiesen werden, M+N, Vy und/oder Vz aufnehmen zu können.


 

System 3 Schweissnaht Plus

 

 

Im Ergebnis und als Darstellung in der Kontrollgrafik erhält der Anwender eine entsprechende Abbildung mit Darstellung ders Schwerpunktes:

 

Material, Optionen

Material:

 

Es können die Standard-Stahlsorten und eigene Materialien gewählt werden:

Material 1 Schweissnaht Plus


weitere Optionen: 

 

Es steht das vereinfachte und das richtungsbezogene Verfahren zur Wahl.

Der Anwender kann entscheiden, ob die Schubkräfte nach der Nahtlänge oder bezogen auf die Gesamtfläche aufgeteilt werden soll.


Belastung

Belastung:

 

Es werden die Desinglasten, also die γ-fachen Lasten in bis 50 Lastfallkombinationen eingegeben:

Belastung 1 Schweissnaht Plus

 

Nachweise

Ausgabe, Nachweise:

 

Es werden die Schweißnahtspannungen (je Naht und je LFK) ausgegeben.

Die Ausmitte e von einseitigen Schweißnähten wird nicht automatisch vom Programm angesetzt und
bei der Berechnung berücksichtigt!

Die Werte für  Iy bzw. Iz der einzelnen Naht um ihre schwache Achse werden nicht mit angesetzt!

Die Anteile Tau_|_ und Tau|| aus den Querkräften  Vy und Vz bei schräg angeordneten Nähten werden
entsprechend der Wirkungsrichtung von Vy und Vz aufaddiert.

 

richtungbezogenes Verfahren:

Die Schubspannungen Tau_|_ und Sigma_|_ werden vereinfacht immer wie folgt aus den Anteilen infolge
Biegung und Querkraft berechnet (unabhängig von der Richtung von SigmaW und TauW):
Sigma_|_ = SigmaW * cos(alpha) - TauW * sin(alpha)
Tau_|_ = SigmaW * sin(alpha) + TauW * cos(alpha)


Die Naht mit der höchsten Ausnutzung (max.eta) wird gesondert ausgegeben.